MAHALE gGmbH

Projekt Farben

Tag 1: Das Farbenversteck - Ist Schwarz immer schwarz?

Schwarz ist ein Gemisch aus vielen Farben, die durch die Methode der Chromatographie sichtbar gemacht werden können. In unserem Experiment werden wir die Farben eines einzelnen schwarzen Filzstiftes voneinander trennen und für uns sichtbar machen.

Wir starten mit den Kindern in die Thematik, in dem wir auf unserem Tisch lediglich einen schwarzen Filzstift und ein rundes Blatt weißes Filterpapier nebst einem Glas Wasser für jedes Kind anbieten. Über unseren Leitsatz „Ist Schwarz immer schwarz?“ sammeln wir Ideen und Wissen.

Im nächsten Schritt führen wir ihnen eine Methode vor, bei der man die Farbe Schwarz neu betrachten und definieren kann. Auf dem Filterpapier, in dessen Mitte ein Loch geschnitten ist, wird um dieses Loch herum ein schwarzer Strich gemalt. Ein gedrehtes Filterpapier wird nun durch das Loch gesteckt, somit beide Filterpapiere verbunden, und danach in ein Glas Wasser gestellt.

Das Wasser saugt sich langsam an dem Stiel aus Filterpapier herauf. Irgendwann trifft es auf das runde Filterpapier und auf den Filzstiftkreis. Das Wasser löst die Filzstiftfarben unterschiedlich gut auf und transportiert sie unterschiedlich weit an den Rand des runden Filterpapiers. Wir stellen fest, dass die Farbe Schwarz sich zusammensetzt aus mehreren Farben, die sich nun separieren.

Im Anschluss an die Beobachtung dieses Experimentes führen die Kinder dies nun selbständig durch. Die Kinder können selbstverständlich auch mit anderen Farben experimentieren, sollte die Frage danach aufkommen.

Tag 2: Die Farbwanderung

Bunt ja bunt sind alle meine Blumen? Unter diesem Motto steht unser heutiges Experiment. Auf unserem Impulstisch steht eine Glasvase mit weißen Tulpen. Daneben stehen Reagenzgläser und Pipetten,dazu einige mit farbiger Tinte gefüllte Glasschalen. Zum Einstieg fragen wir die Kinder nach ihren Ideen bezüglich der dargebotenen Materialien. Impulsfragen unsererseits könnten sein: „Welche Tulpenfarben kennt Ihr? Können wir weiße Tulpen bunt machen und wenn ja, wie?“

Im folgenden Verlauf werden wir dies erforschen und ausprobieren.

Wir füllen ein wenig Wasser in die Reagenzgläser und geben noch einmal so viel farbige Tinte dazu.
Den Stil einer Tulpe schneiden wir schräg an und stellen sie in das Reagenzglas. Nun heißt es abwarten. Die Blume saugt das eingefärbte Wasser bis zur Blüte auf und verändert sich.

Da es einige Zeit dauert bis sich bei diesem Experiment ein Ergebnis zeigt, werden wir über den gesamten Tag die Blumen beobachten.

Während der Wartezeit können die Kinder die vom Vortag getrockneten eingefärbten Kaffeefilter nach eigenen Vorstellungen und Ideen zu einem Kunstwerk verarbeiten. Kreativmaterialien wie Pappe, Kleber, Schere usw. stehen zur Verfügung.

Tag 3: Die Farbmagie - können Farben tanzen?

Auf dem Tisch stehen 4 Teller, ein Glas mit Wattestäbchen, Spülmittel und eine Karaffe mit zimmerwarmer Milch, Glasschalen mit Lebensmittelfarben und Pipetten.

Wie bereits an den vorherigen Tagen werden wir thematisch einige Impulsfragen stellen und den Dialog eröffnen. Z.B. „Welche Farbe hat Milch? Können wir Milch färben und zum tanzen bringen?“

Wir füllen etwas Milch in die Teller. Mit den Pipetten geben wir Farbkleckse hinein. An der Grenze von Milch und Luft besteht eine Oberflächenspannung. Die Milch verhält sich dadurch wie eine gespannte elastische Folie, auf der die Farbe schwimmt. Danach tränken wir das Wattestäbchen im Spülmittel und tauchen es in die Farbkleckse. Das Spülmittel löst die Spannung auf. Die Farben verbinden sich, treiben wieder auseinander, sind in steter Bewegung – sie „tanzen“. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung der einzelnen Farben verbinden sich einige, andere stoßen sich ab. Es ergeben sich ständig neue Farbzusammenstellungen und -verläufe. Das Experiment kann immer wieder aufgefrischt und verändert werden durch die erneute Zugabe von Farben oder Spülmittel.